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 GANGMESSUNG
Zeitwaage oder nicht?
Uhr im PC
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Neue Version von UHRGANG

LANGZEITMESSUNGEN SIND DAS ZIEL

Zeitwaage – oder nicht

Der Uhrmacher empfiehlt die sogenannte Zeitwaage, um alle unsere Fragen nach dem Gang und der Gangabweichung unserer Uhr zu beantworten. Recht hat er, wenn wir uns mit einer Momentaufnahme des Ganges begnügen, sozusagen nur einen momentanen Ausschnitt aus dem Zyklus zwischen Vollaufzug und abgelaufener Feder sehen möchten. Dann können wir mit einer Zeitwaage feststellen, ob die Hemmung gut eingestellt ist, ob die Amplitude nicht durch Fehler im Werk oder eine zu lange zurückliegende Revision zu niedrig ist oder, ob der Abfall stimmt. Auch können wir mit der Zeitwaage sogleich feststellen, wie der Gang der Uhr in diesem Augenblick ist.

Aber wer sich wirklich für das Zusammenspiel von Aufzugfeder und Hemmung interessiert, der wird sich mit dem schnellen Ergebnis der Zeitwaagenmessung nicht zufrieden geben. Zumal er ja zunächst einmal eine Zeitwaage haben müßte, und die ist nicht für den Preis einer Pizza zu bekommen. Als Preistipp – allerdings mit Einschränkungen – sei auf die innovative Kombination von elektromechanischer Abtastung der Testuhr und Auswertung per PC verwiesen, die von Detlev Waschke in Bochum entwickelt wurde und hier beschrieben ist.


Wie dann?

Was wir brauchen, ist eine Beobachtung der Uhr über die ganze Spanne zwischen Vollaufzug und Stillstand. Der Aufwand dazu wäre beträchtlich, aber man kann ihn reduzieren durch Feststellen der Abweichung von einer Referenz. Dazu vergleicht man die Zeitanzeige der Testuhr in festgelegten Intervallen mit einer zweifellos genau gehenden Uhr, sagen wir mit einer Funkuhr oder der mit der Atomzeit synchronisierten Uhr unseres PCs.

Diese Messungen kann man standardisiert durchführen und in einen Gangschein eintragen (zum Beispiel: http://www.schmuckecke.de/ihre_uhr/gangschein.html). Daraus lassen sich am Ende Gang und Gangabweichung leicht errechnen.

Allerdings wollten wir mehr, nämlich ein Werkzeug, das uns das Gangverhalten zu beliebigen Zeitpunkten reproduzierbar anzeigt und grafisch darstellt. Aus dieser Idee entstand ein Konzept und schließlich das PC-Programm „Uhrgang“.


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