Umbau eines Standardwerkes |
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Die Herren der R...
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Nein, es geht hier nicht um die Fortsetzung einer bekannten Filmtrilogie, sondern um ein neues Drehbuch, das bei den Herren der Räder und Tourbillons in Mannheim entstanden ist: Das Fortsetzungsseminar zum bewährten Molnja-Kaliber, das sich längst als Basis für die Tourbillons der Uhrmachermeister bei Lottermann & Söhne bewährt hat. |
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Einladung zum Beta-Test
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Bevor das Drehbuch nun in das neue Seminar-Angebot umgesetzt werden konnte, mußten alle Arbeitschritte und Bearbeitungsprozesse penibel getestet werden, damit die künftigen Seminarteilnehmer auch eine garantiert funktionsfähige Uhr mit nach Hause nehmen können. Also wurden kurzfristig einige Betatester am 4. Advent in das Atelier in Seckenheim eingeladen, die alle Abläufe in der Praxis nachvollziehen mußten. |
Betatest im Lottermann-Atelier Eine illustre Runde in der alten Tabakscheune |
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Einmal keine Genfer Streifen!
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Auch alle Vorbereitungen für die Werkefinissierung waren im Grundsatz nichts Neues, wenn auch ein gänzlich neues Verfahren zum Einsatz kam: Nach dem für die Teilnehmer eher langweiligen und schweißtreibenden Planschleifen der Brücken wurden die Messing-Oberflächen zunächst mit definierter Korngröße gestrahlt. Die somit unterschiedlich verdichtete Oberfläche ließ bereits die Rauheit traditioneller Grainierung erkennen. |
Grainierte Werkbrücken nach dem Strahlen, Aufbringen einer Zwischenschicht und Vergoldung |
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Ein neues Kaliber entsteht
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Nun ging es an den Werkumbau, an dessen Ende ein neues Kaliber seine Geburtsstunde feierte: Zunächst wurde auf der Grundplatine mittels Drehbank Platz für das zusätzliche Räderwerk geschaffen, dann wurden notwendige Bohrungen eingebracht und Zapfen als Lager für neue Zahnräder gedreht, eingeschlagen und mit der Feile feinbearbeitet. |
Neuer Rädersatz integriert in die Grundplatine auf der Zifferblattseite |
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Regulator mit bewährten Komponenten
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Das Einschalen in die hochwertigen Frickler-Stahlgehäuse, das Montieren des mattschwarzen Bethge-Zifferblattes und das Verschrauben einer optional kannellierten Lünette mit entspiegeltem Glas war eigentlich nur noch Routine, die allerdings die Uhrmacher nochmal zum Schwitzen brachte: einige Toleranzen in der Höhenluft der neu eingebauten Räder fordern für die Serie künftiger Fortsetzungsseminare noch eine geringfügige Modifizierung. |
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Werkumbau zum Regulator Frickler-Gehäuse, Bethge-Zifferblatt und entspiegeltes Glas |
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Fazit
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Spät am Sonntagabend -- und insgesamt eher übermüdet -- traf sich das Betatestteam zur abschließenden Manöverkritik: Das neue Finnissierungsverfahren hat ohne Wenn und Aber die Feuertaufe bestanden. Der für typische Seminarteilnehmer doch umfangreiche Werkumbau mit dem Arbeiten an den ungewohnten Uhrmachermaschinen gab letztlich ebenfalls keinen Anlaß für Kritik im Seminarablauf. Lediglich ein paar Feintuning-Arbeiten in der Seminarvorbereitung bleiben für das Lottermann-Team übrig, bevor im Sommer die Kurspremiere stattfinden kann. |
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Rückseite mit Vollgewindeschraubboden, gebläuten Schrauben und grainierten Brücken |
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